Detektiv werden: Informationen zur Detektivausbildung


Die Berufsbezeichnung Privatdetektiv ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt, auch nicht mit einer Lehre oder ähnlichem verbunden. Theoretisch kann sich jeder nach einer Gewerbeanmeldung Privatdetektiv nennen. In diesen Beruf gehen häufig Personen mit einer Ausbildung als Polizist, Jurist oder Nachrichtendienstler.

 

Für jeden angehenden Detektiv ist es sinnvoll, sich einer Eignungsprüfung bzgl. seiner Kenntnisse, Charaktereigenschaften und Belastungsfähigkeit zu unterziehen. Denn die Arbeit eines Detektivs ist im Gegensatz zu den Darstellungen in Filmen und Serien bei weitem nicht so spektakulär und aufregend, wie viele denken. Lange, oft auch langweilige Recherchen und Observationen gehören zum täglich Brot eines Detektivs.

 

Jeder angehende Privatermittler sollte für sich selbst prüfen, ob er genügend Durchhaltevermögen, Flexibilität, Hartnäckigkeit und Ausdauer mitbringt. Ein Acht-Stunden-Tag ist eher die Seltenheit. Manchmal passiert tagelang nichts, dann plötzlich ist man 16, 17 oder 18 h am Stück im Einsatz, legt sich kurz hin und muss nach wenigen Stunden zur nächsten Ganztagsobservation bereitstehen.


Freiwillige Detektivausbildung bei ZAD und SAB


Obwohl, wie schon geschrieben, in Deutschland keine Lehre zum Detektiv vorgeschrieben ist, empfiehlt es sich, entsprechende Wege zu gehen. Informationen bekommen Sie über den Bundesverband Deutscher Detektive (BDD e.V.) oder über die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe, kurz ZAD.

 

Auch ein Fernstudium ist möglich, das die ZAD anbietet. Das theoretische Wissen, das in der Ausbildung vermittelt wird, wird in einer Abschlussprüfung bewertet. Die Ausbildung erfolgt insbesondere in den Bereichen Spezielle Berufskunde, Fachkunde Recht und Fachkunde Kriminalistik.